Our Elusive Cosmos


(Eng)   (für Deutsch siehe unten)
This is a photographic series of landscapes on Earth relating to the exploration of space, our cosmos. The relationships vary from factual, scientific to mythological and religious. The photographs show, for example, a UFO crash test site in Mondsee Austria, 14.5 million year old meteorite impact site in Nördlinger Ries Germany, an area where a famous clairvoyant had contacts with extraterrestrials in Rupite Bulgaria and a simulation site for Moon surface manoeuvre, a part of Apollo programme in Iceland…

The stories that belong to the landscapes are actually not to be seen in the photographs. Only the landscapes, witnesses of the events, are in the photographs. The titles of the works reveal, what happened there. The photographs prompt the viewers to sense the feelings in the landscapes with their own imaginations. They allow room for our fantasy, thoughts and belief. As it were, these places tell stories of our interests and quest towards “above”.

The series questions, our perception of the landscapes on earth and identification of them as such. In 1978 NASA’s Mars orbitor “Viking” photographed Mars surface and spotted what some regarded as a hill sculpted out in the form of a human face. It was a well discussed topic for some time whether any similar life forms like us exist on Mars. However, if we look at another image taken in 2001 of the same location with a much higher resolution, we quickly realise that it is nothing like a human face. If the low-resolution image from 1978 had not resembled anything we are familiar with, no one would have taken any notice of the hill. It would have been perceived as just another undulating topography on the surface. Our visionary sense is so accustomed to things we see on Earth that it constantly looks for similarities.

How far can we perceive landscapes which are not from earth without associating them with something familiar? How limited is our ability to see something that is unknown to us, let alone, to imagine something unknown in our landscapes here on earth?

Faces on Mars 1978_2001 new3.jpg

(Deu)
Landschaften auf der Erde vor dem Hintergrund der Erforschung des Weltraumes: Der Bezug variiert. Er kann faktischer, wissenschaftlicher, auch mythologischer und religiöser Art sein. Die Fotografien zeigen beispielsweise ein UFO-Crashtestgelände bei Mondsee in Oberösterreich, die heutige Landschaft im Nördlinger Ries, die durch einen Meteoriteneinschlag vor 14,5 Millionen Jahren entstand, einen Ort bei Rupite in Bulgarien, an dem eine Hellseherin mit Außerirdischen Kontakt aufnahm, ein Mondmanöver Testgelände in Island...

Die Subjekte, um die es sich in den einzelnen Geschichten eigentlich dreht, sind in den Fotografien nicht vorhanden. Lediglich die Umgebungen, die Zeugen der Ereignisse wurden, sind abgebildet. Nur die Titel der Arbeiten lassen Schlüsse zu, was an diesen Orten geschehen ist.

Die Bildserie fordert die Aktivität des Betrachters. Die angegebenen Bildinformationen regen ihn dazu an, die schweigenden Landschaften der Fotografien mit der eigenen Vorstellungskraft nachzuempfinden. Sie bieten einen Raum für Sehnsuchtsorte unserer Fantasie, unserer Gedanken, unseres Glaubens. Gleichsam erzählen die Orte von unserem Interesse, von unserem Streben nach „oben“.

Des Weiteren thematisiert die Serie, wie wir Landschaften auf der Erde wahrnehmen und als solche identifizieren. 1978 fotografierte das NASA Raumfahrzeug „Viking“ die Marsoberfläche. Es entstand die Aufnahme eines Berges in Form eines menschlichen Gesichts. Infolgedessen wurde diskutiert, ob auf dem Mars möglicherweise eine Lebensform ähnlich unserer Zivilisation existierte. Ein Bild aus dem Jahr 2001, mit einer deutlich höheren Auflösung, zeigt denselben Berg. Dieses Mal ist eine Ähnlichkeit mit einem menschlichen Gesicht nicht zu erkennen. Wenn das niedrig aufgelöste Bild von 1978 nicht mit etwas uns Vertrautem Ähnlichkeit gehabt hätte, so wäre uns der Berg wahrscheinlich niemals aufgefallen und nur als eine weitere Erhöhung der Mars-Topografie wahrgenommen worden. Unser visueller Sinn ist so sehr an das, was wir von der Erde kennen, gewohnt, dass er, sobald er mit etwas von außerhalb der Erde konfrontiert wird, fortwährend nach Ähnlichkeiten sucht.

Inwiefern können wir Landschaften, die tatsächlich nicht irdisch sind, sehen, ohne sie mit etwas uns Bekanntem zu assoziieren? Wie eingeschränkt ist unsere Fähigkeit, etwas uns Unbekanntes zu sehen?